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Jahrestag

Ich wäre gerne wieder klein!

 

So klein, dass ich Herzschmerz noch nicht kenne.

 

So klein, dass die stärkste emotionale Bindung die zu meinen Eltern ist und solange sie da sind meine Welt in Ordnung ist.

 

So klein, dass ich jeden Tag etwas neues Entdecken kann, ohne schon vorher etwas darüber gelesen oder etwas davon gehört zu haben.

 

So klein, dass ich noch keinen Alltagstrott kenne und ich keine Bindungen an Termine und feste Regeln habe.

 

Ich wäre vor allen Dingen gerne wieder so klein, dass ich einfach weinen kann, wann und wo ich will. So, dass dann alle Menschen um mich herum denken „Was hat die arme Kleine denn?“ und mich tröstend in den Arm nehmen, egal, um was es geht. Das fehlt. Ich kann nicht mehr einfach so weinen, ohne dass es unpassend ist, dass ich es allein machen muss, oder ich mich dummen Fragen stellen muss, die ich weder gestellt bekommen möchte, noch beantworten will.

 

Ich wäre außerdem gerne wieder so klein, dass ich jeden Tag neue Freunde haben kann und es mir nichts ausmacht, dass heute jemand, der gestern noch meine Freundin war, nicht mehr meine Freundin ist, denn morgen ist sie es ja wahrscheinlich wieder. Ohne große Gedanken, ohne Schuldgefühle, oder Verletzungen …

 

Leider geht das nicht. Nur in einer Welt, in der ich nicht so bin, wie ich bin, sondern in der ich sein kann, wie ich gerne wäre.

 

Ich würde so gerne sagen, ICH VERMISSE DICH. Aber es geht nicht. Ich wüsste nichts anderes zu sagen und habe keine Vorstellung von einer möglichen Reaktion. Einer Reaktion, die mir vielleicht nicht gefällt.

 

Ich bin nicht stark. Ich kann das nicht aushalten. Auch wenn andere das können und ich es vielleicht können sollte.

 

Viel zu oft bin ich kleiner und unbeholfener, als ich sein sollte. Was heißt denn schon sein sollte? Jedenfalls das, was die Menschen, die Gesellschaft in der ich lebe, sich unter einer 19-jährigen Studentin vorstellen…und das ist auf keinen Fall das, was ich bin und so, wie ich bin.

 

Ich möchte weinen. Alles ist so wirr in mir und um mich herum. Dieses Beziehungsgewirr tut mir nicht gut, aber ich sehe nicht den Weg, auf dem ich mich davon entfernen kann. Ich kann nicht alleine sein. Ich denke, es ist so, wie schon Aristoteles sagt, der Mensch ist von Natur aus auf Gemeinschaft angewiesen.

 

Das bin ich. Im Moment muss ich sagen, das bin ich LEIDER … aber ich hoffe, es kommt wieder eine bessere Zeit. Alles wird gut?! Stimmt das wirklich?

 

Ich hab das schon oft erfahren, dass im Ende alles gut wird, aber gerade jetzt kann ich es mir nicht vorstellen. Gar nicht.

 

Ich habe meinen Lieblingsmenschen getroffen. Und ich würde so gerne reden. Aber es hat nicht sollen sein. Das war nicht gut und vor allem nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich dachte, wenn er wieder da ist und ich wieder da bin, dann kann ich reden, alles erzählen und spüren, dass er mir zuhört. Dann redet er und erzählt und ich höre zu. Alles, was ich so gerne hören würde. Aber bis jetzt war es noch nicht so. Wie lange soll ich noch darauf warten? Ich weiß nicht, wie lange es noch geht …

 

Heute ist es ein Jahr her, dass sich alles geändert hat, dass alles viel schlechter geworden ist, als es war und als ich wollte, das es wird. Ich wollte es doch nur gut machen, es doch nur richtig machen. Aber es hat nicht geklappt. Alles ändert sich und manchmal auch zum Negativen.

 

3.8.07 16:37, kommentieren



Zuhause...

Ist mein Zuhause wirklich ein Ort, an dem ich mich geborgen fühle? - Nein, meistens nicht.

 

Ich denke mein Zuhause ist da, wo mein Herz ist. Und dieses Zuhause steht auf einem kleinen Berg und ist weiß und bläulich und hat viele bunte Fenster und viel Platz. Mein Herz wohnt dort, also auch bei dem, den ich lieben will, solange ich lebe...

 

Ja. So ist das ...

 

Vielleicht hab ich keine Lust mehr rumzuheulen, und wenn ich mir zuhören müsste, ich weiß nicht, ob ich es noch lange mitmachen würde. Zum Glück muss mir aber niemand zuhören. Ich mache es mit mir selbst aus. Ist das ein Problem? Vielleicht auch ... Am Dienstag kommt vielleicht dieses Gespräch zu stande, nach dem ich mich sehne.

 

Eigentlich hab ich 2 schöne Tage hinter mir. Ich hab so viele Menschen getroffen, die ich so unbeschreiblich lieb hab. Menschen, mit denen ich mich gut fühle, wo ich sein kann, wie ich bin und egal, was ich tue, ich trotzdem akzeptiert werde. Ich bin traurig manchmal, dass wir nicht mehr immer zusammen sind, aber ich bin sehr froh, dass ich sie alle kennenlernen durfte und dass wir eine so lange Zeit miteinander verbringen konnten!

 

Nebenbei hatte ich auch ein bisschen Zeit mit dem Lieblingsmensch, aber das war ganz und gar nicht gut. Ich finde, gerade machen wir wieder eine komische Zeit durch und sehr sehr oft mache ich das Zusammensein kaputt, weil ich nicht nachdenke, bevor ich rede oder, weil ich so verletzt bin, dass ich auch austeilen will. Weil ich immer Recht haben muss. DAS TUT MIR SO SO LEID!

 

Ich wünsch mir so, dass er es weiß. Dass er weiß, dass ich das nicht so meine und dass ich eigentlich alles gut machen will, ich es aber nicht schaffe ...

 

Exhausted ...

2 Kommentare 5.8.07 20:39, kommentieren

Veränderung

Ich hab mal alle Blogeinträge gelesen, die ich geschrieben hab ... als ich anfing waren sie anders!!! Vielleicht sogar schöner ...

 

Wie auch immer, gestern hatte ich mein, mit so großer Sehnsucht erwartetes, Gespräch.

Es war gut, auf seine ganz eigene Weise gut. Es war ruhig und beruhigend. Ich konnte sagen, was ich wollte, alles, alles, was ich zu sagen brauchte. Und es war gut. Ich bin froh.

Er hätte auch mehr sagen können. Aber ich weiß, er konnte nicht gestern! Doch es war gut für mich und ich bin sehr dankbar dafür. Echt ...

 

2 Kommentare 8.8.07 14:26, kommentieren

Something happened!!!

Irgendwie.

Ich gehe jeden Tag ins Internet und will was schreiben, aber so bald ich anfangen will kann ich nicht.

Außerdem hab ich täglich Stimmungsschwankungen.Ich fühle mich zuerst euphorisch und dann plötzlich habe ich das Gefühl, ich müsste weinen. Melancholie kommt und geht, Langeweile macht sich breit und dann ist sie plötzlich wie verschwunden. Ich lache stundenlang und bin dann wieder ernst ... ohne ersichtlichen Grund ...

 

Irgendetwas in mir hat sich geändert. Irgendetwas ist komisch geworden.

 

Jetzt ist eine Woche ohne Eifersucht und miesen Gefühlen vorbei. Ich sollte mit ihr reden ... Was sag ich dann allerdings?

13.8.07 23:05, kommentieren

Mal wieder ...

Irgendwie weiß ich nichts zu schreiben. Denn ich mache die meiste Zeit nichts, nichts und nichts ...

Ganz schön komisch, denn solche Phasen hatte ich vorher noch nie. Dennoch langweile ich mich mittlerweile nicht mehr. Irgendwie geht jeder Tag schon rum.

 

Ich könnte lesen. Jeden Tag sage ich mir, ich KÖNNTE lesen, aber effektiv tue ich es dann doch nicht, obwohl ich mich schon dazu aufgerafft habe, die Bücher aus meinem Schrank, die ich noch nicht gelesen habe, auf einem Stapel zu platzieren, ready to read so zu sagen!

 

Ich bin ein ganz schön langweiliger Mensch geworden. Komisch. ...aber so ist es! ...

 

Letzte Woche hab ich einen Freund verabschiedet, den ich jetzt sicher länger nicht mehr sehen werde, weil er nur 6 Wochen hier zu besuch war und jetzt wieder in seinem fernen Land zu hause ist! Das tat weh und ich wusste vorher nicht, dass es so weh tun würde ... aber so war es! Ich hoffe, wir sehen uns so schnell es geht wieder, auch wenn schnell etwa ein Jahr bedeutet. Wir haben immer eine lustige Zeit.


Außerdem habe ich einen Menschen entdeckt, den ich so richtig richtig richtig nicht leiden kann. Und das finde ich nicht gut. Ich wäre gerne so, wie mein Lieblingsmensch. So, dass ich jeden, einfach jeden, egal, wie er oder sie ist mag. Dass ich einfach Liebe schenke, ohne darüber nachzudenken. So, dass es keinen Hass mehr in meinem Leben gibt und viel weniger Ärger! "Ich erlaube jedem mich zu hassen, aber ich werde das niemals tun, denn dazu ist das Leben zu schade!"

 

Naja. Ich bin eben ich und noch ein bisschen klein dazu ...

 

20.8.07 11:51, kommentieren

PS:

Ich will nicht einfach von Leuten umarmt und angefasst werden, denen ich nicht vertraue, die ich gar nicht kenne. Genau... Hör auf damit!!!

21.8.07 10:24, kommentieren

Things to Do ...

Ich hab mir überlegt, da ich ja nicht so viel tue gerade, um nicht zu sagen, ich tue nichts ... mache ich eine Liste, auf der alles steht, was ich gerade machen kann, damit die Langeweile nicht wieder kommt

 

- Aufräumen und Putzen

- Griechisch lernen

- DIE Aufgabe erledigen

- Ordner vervollständigen

- Lesen

- ein Päckchen machen

- Briefe an meine 3 neuen Freundinnen schreiben

- Kirchengeschichte

- mein Bett reparieren

- Termin machen und Hütte suchen

- Elternbrief schreiben

- Üben

- Entscheiden, ob ich da wohnen will ...

- eine E-Mail schreiben

 

Das sieht jetzt vielleicht komisch aus, als würde ich keine Liste brauchen, die mich daran erinnert, dass ich das alles machen muss oder kann, aber ich brauche sie ... ja, ich muss mich daran erinnern, dass man Weiterleben kann ...

22.8.07 12:08, kommentieren